Kilometerpauschale2016-10-26T12:45:19+00:00

Kilometerpauschale

Die Kilometerpauschale wird auch als Entfernungspauschale oder Pendlerpauschale bezeichnet und dient dazu, die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz zu pauschalisieren. Im Detail mindert sie das zu versteuernde Einkommen des Arbeitnehmers oder Selbstständigen. Dabei ist es nicht entscheidend, wie genau die Entfernung mit dem Verkehrsmittel zurückgelegt wird – dementsprechend gilt eine Kilometerpauschale also auch für Fußgänger oder öffentliche Verkehrsmittel. Lediglich Taxen und Flugzeuge stellen eine Ausnahme dar.

Aktuell liegt die Höhe der Kilometerpauschale bei 30 Cent, sofern es sich um einen Pkw handelt. Bei anderen motorbetriebenen Fahrzeugen liegt die Pauschale hingegen bei 20 Cent. Diese fallen für jeden einfachen, vollendeten Kilometer an, wobei es sich um die kürzeste Entfernung (oder nachweislich die schnellste Verbindung) handeln muss. Bei der Berechnung gelten folgende Besonderheiten:

  • Für den normalen Hin- und Rückweg werden faktisch nur jeweils 15 Cent pro Kilometer angesetzt. Wird der Weg zum Arbeitsplatz mehrmals am Tag zurückgelegt, kommen ebenfalls nur die pauschalisierten 30 Cent zum Tragen.
  • Der Einkommenssteuerpflichtige zieht diese 30 Cent mal Entfernung Wohnort-Arbeitsort mal Arbeitstage von seinem zu versteuernden Einkommen ab. Die jährliche Höchstgrenze beträgt 4.500 Euro.
  • Höhere Aufwendungen sind unter Umständen möglich, wenn diese glaubhaft nachgewiesen werden können.

Handhabung einer Zweitwohnung

Insbesondere Pendler nutzen in vielen Fällen eine Zweitwohnung, um einen Großteil der Fahrten einsparen zu können. Allerdings wird die Kilometerpauschale in diesem Fall nur für die Entfernung zwischen Hauptwohnsitz und Arbeitsstätte anerkannt. Als Hauptwohnsitz gilt der Ort, an dem der Lebensmittelpunkt des Steuerpflichtigen stattfindet, was für gewöhnlich den Erstwohnsitz darstellt, an dem beispielsweise auch die Familie wohnt.

Alternativer Nachweis

Alternativ lassen sich die Fahrtkosten auch mithilfe eines individuellen Kilometersatzes nachweisen. Berücksichtigt werden können dabei alle Kosten, die mit dem Unterhalt des Fahrzeugs in Zusammenhang stehen – also etwa Abschreibung, Reparaturkosten, Versicherungskosten, Darlehenszinsen oder Garagenmiete. Lohnenswert ist diese Form des Nachweises vor allem dann, wenn es sich bei dem eigenen Fahrzeug um ein kostenintensives Modell mit hohem Kaufpreis und hohen Unterhaltskosten handelt.