Firmenwagen2016-10-26T12:45:19+00:00

Firmenwagen stellen sowohl ein begehrtes Statussymbol als auch ein bewährtes Arbeitsgerät dar und werden täglich von vielen Arbeitnehmern und Chefs dienstlich und privat genutzt. Oft wird er in Unternehmen als eine Art der Mitarbeitermotivation angeboten, denn immerhin zahlt der Arbeitgeber im Regelfall die laufenden Kosten. Tatsächlich gilt der Firmenwagen bei vielen Angestellten sogar als deutlich beliebter als die klassische Gehaltserhöhung. Oft hat ein Firmenwagen gegenüber einem Privatauto zahlreiche Vorteile, gleichzeitig sollten Nutzer aber nicht vergessen, dass dieser finanzielle Vorteil dennoch beim Finanzamt versteuert werden muss.

Firmenwagen steuerlich absetzen

Als Teil des Betriebsvermögens sind die Kosten eines Firmenwagens steuerlich absetzbar. Darunter fallen sämtliche Aufwendungen wie die Abschreibung des Fahrzeugs, die Aufwendungen für den Betrieb oder die Leasingrate.

Wer als Außendienstmitarbeiter tätig ist und seinen Arbeitsmittelpunkt außerhalb der Betriebsstätte hat, muss das Dienstfahrzeug nicht versteuern, da es nicht als geldwerter Vorteil gilt. Sofern es ein Nutzungsverbot für private Fahrten durch den Arbeitgeber gibt, muss auch keine Versteuerung für den Arbeitnehmer stattfinden. Anders gestaltet sich dies, wenn der Dienstwagen auch privat genutzt wird, denn dann muss dieser geldwerte Vorteil bei der Steuererklärung geltend gemacht werden. Das Finanzamt betrachtet die unentgeltliche Überlassung des Autos zur privaten Nutzung als Sachzuwendung, für die Einkommenssteuer anfällt.

Ähnlich komplex gestaltet sich übrigens auch die Versicherung eines Firmenwagens. Empfehlenswert ist es hierbei auf eine Vollkaskoversicherung zurückzugreifen, damit die Haftung im Schadensfall auf die Selbstbeteiligung begrenzt wird. Wichtig für Unternehmen und Arbeitnehmer ist außerdem zu wissen, dass der jeweilige Fahrer im Falle eines Unfalls mit Sach- oder Personenschaden die Selbstbeteiligung leisten muss.

Die Methode der Versteuerung

In der Regel wird für die Versteuerung des Dienstwagens zu einem Fahrtenbuch oder der sogenannten Ein-Prozent-Regel gegriffen gegriffen, sodass private und dienstliche Fahrten auseinander gehalten werden können, Routen und Strecken nachvollziehbar sind und die relevanten Daten entsprechend aufbereitet dem Finanzamt vorgelegt werden können. Haben sich Arbeitnehmer oder Arbeitgeber für eine Methode entschieden, so muss diese über das gesamte Jahr beibehalten werden – ein Wechsel ist unterjährig also nicht möglich. Für die Einkommenssteuererklärung ist allerdings niemand an die zuvor gewählte Methode gebunden. Falls die jeweils andere Berechnungsart sich als günstiger herausstellt, darf an dieser Stelle also gewechselt werden. Ebenso ist ein Wechsel möglich, wenn im Laufe des Jahres ein anderes Fahrzeug genutzt wird.