Aufgaben und Pflichten des Fuhrparkmanager

 

Rund um einen Fuhrpark fällt eine Vielzahl von Aufgaben und Pflichten an. Diese gehören zum Tätigkeitsgebiet eines Fuhrparkmanagers oder auch -leiters. Darunter gibt es auch einige Pflichten, die er befolgen muss. Dabei muss er auf gewisse rechtliche Vorgaben achten.

Folgende Aufgaben und Pflichten hat ein Fuhrparkleiter:

Gesetze beachten

Es gibt allerlei Gesetze rund um die Abläufe und Regelungen in einem Fuhrpark, die der Verantwortliche zu beachten hat. Zu den wichtigsten gehören das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchg), das Steuergesetz (SteuerG) und das Strafgesetzbuch (StGB).

Verkehrssicherheit garantieren

Als Fuhrparkmanager trägt man eine große Verantwortung für wichtige und teure Gegenstände. Jederzeit sollten diese eine Verkehrssicherheit gewährleisten. So sollten die Fahrzeuge unbedingt bestimmte Inhalte wie Verzurrgurte oder Warnwesten aufweisen. Zudem müssen auftretende Mängel schnellstmöglich entfernt werden. Hierbei gilt es zu beachten die regelmäßigen Wartungs- und Prüfungsintervalle einzuhalten.

Versicherungsschutz abschließen

Falls es während einer Dienstfahrt zu Schäden am Fahrzeug kommt, muss normalerweise der Fahrzeughalter dafür aufkommen. Aus diesem grund sollte der Fuhrparkmanager mögliche Zusatzversicherungen kennen und, wenn notwendig, abschließen. Eine von den vielen ist die GAP-Versicherung, welche für die Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert und dem Neupreis des Fahrzeugs aufkommt. Außerdem gibt es speziell für Fuhrparkmanager bestimmte Haftpflichtversicherungen, die auf deren Arbeitsbereich abgestimmt sind.

Führerscheinkontrolle durchführen

Die Führerscheinkontrolle zählt zu den wichtigsten Pflichten. Durch sie schützt er vor allem sich selbst vor möglichen rechtlichen Konsequenzen. Für die Häufigkeit der Kontrollen gibt es keine gesetzlichen Vorgaben, allerdings wird geraten sie mindestens halbjährlich durchzuführen. Dies ist wichtig, um etwa vorübergehende Fahrverbote festzustellen, denn Mitarbeiter müssen Fuhrparkmanager davon nicht unterrichten. Falls dies nämlich herauskommt, drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall sogar Gefängnisstrafen.

Die Kontrollen sollten daher auch immer schriftlich festgehalten werden. In manchen Fuhrparks kann es zu organisatorischen Problemen kommen. Hier empfiehlt sich die elektronische Variante. Mehr dazu gibt es auf dieser Seite!

Überlassungsvertrag ausfüllen

Ein Nutzungsvertrag muss vor der Übergabe eines Dienstwagens und der ersten Fahrt unbedingt geschlossen werden. Er enthält alle wichtigen Regelungen, sodass Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestens informiert und abgesichert sind. Der Fuhrparkmanager ist für die Gültigkeit des Vertrags verantwortlich. Er muss die Unterschriften aller Parteien einholen und die nötige Aufklärungsarbeit leisten. Zudem muss das Fahrzeug alle wichtigen Utensilien beinhalten.

Unfallverhütungsvorschriften befolgen (UVV)

Die UVV nach BGV D29 müssen eingehalten werden. Dazu gehört zum einen die Arbeits- und Verkehrssicherheit der Fahrzeuge bei einer jährlichen Prüfung sicherzustellen. Außerdem sollten die Bremsen und die Beleuchtung alle paar Monate einer Inspektion unterzogen werden. Zuletzt ist es ratsam jeden Monat die Reifen sowie deren Luftdruck und Profiltiefe zu untersuchen. Falls die UVV nicht befolgt werden, werden Bußgelder verhängt oder auch Versicherungsleistungen bei Fahrzeugen verweigert. Schon allein aus diesen Gründen sollte für jede UVV-Untersuchung eine schriftliche Dokumentation erfolgen.

Lenk- und Ruhezeiten beachten

Fuhrparkmanager müssen kontrollieren, ob Fahrer die vorgegebenen Lenk- und Ruhezeiten einhalten. Pro Tag liegt die Grenze für die Lenkzeit bei 9 Stunden, bei der Ruhezeit müssen mindestens 11 Stunden eingehalten werden. Zusätzlich müssen nach je 4,5 Stunden Fahrt mindestens 45 Minuten Pause eingelegt werden. Werden diese Vorgaben missachtet oder kommt es gar zu Unfällen, muss der Fuhrparkmanager die rechtlichen Konsequenzen tragen.

Noch zu beachten: Übertragung der Haftung dokumentieren

Normalerweise haftet das Unternehmen selbst. Diese Haftung kann allerdings zumindest anteilig vom Geschäftsführer oder Vorstand auf einen Fuhrparkmanager übertragen werden. Im Anschluss daran trägt dieser aufgrund der Halterhaftung ein hohes Risiko. Dies ist durch die Halterhaftung bedingt. Aus diesem Grund sind für ihn fundierte Rechtskenntnisse von Vorteil. Auch der Fuhrparkmanager kann bestimmte Aufgaben oder Pflichten an jemand anderen übertragen. Beispielsweise wenn er eine externe Werkstatt damit beauftragt die Fahrzeuge zu prüfen. Dies sollte allerdings genau dokumentiert werden. Das ist sehr wichtig, um im Fall der Fälle sicher zu wissen, wer haftet.

2017-02-10T12:59:02+00:00